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Opel soll Eigenständigkeit im General Motors Konzern bekommen

 | 2009-11-11

Arbeitnehmervertretung verlangt umfassenden Unternehmensplan für Opel in Europa bis 2014

Wahlalternative

In einem langen, ausführlichen Gespräch haben heute Vormittag Fritz Henderson, CEO von General Motors, und Klaus Franz, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Opel, ihre Einschätzung der aktuellen Situation nach dem geplatzten Opel-Verkauf an Magna ausgetauscht.

Gegenstand des Gesprächs waren die Bereiche Finanz, Entwicklung, Vertrieb, Marketing und Händler sowie Unternehmens- und Managementstrukturen.
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"Als Tochter von General Motors gibt es von uns keinen Cent"
Interview mit Klaus Franz

 | 2009-08-28

Abgedruckt am 25.8.09 in der "welt". Das Gespräch führten Marco Dalan und Nikolaus Doll

Wahlalternative

Herr Franz, ein möglicher Verkauf von Opel kommt nicht voran, weil sich GM und Bundesregierung bislang nicht einigen konnten. Wäre es für den Betriebsrat unter bestimmten Voraussetzungen denkbar, dass Opel nicht verkauft wird, sondern beim Mutterkonzern bleibt?

Klaus Franz:
Das Zukunftskonzept von GM für Opel sieht unter anderem die Schließung von Eisenach, Bochum oder Antwerpen vor, außerdem dramatischen Personalabbau und die Kappung von Investitionen, sprich von Zukunftstechnologien. Dieses Konzept haben wir bereits abgelehnt, und dafür würden wir keinen einzigen Cent Arbeitnehmerbeiträge bereitstellen.

Glauben Sie, dass dieser Beitrag der Mitarbeiter tatsächlich ein Druckmittel ist, das die Entscheidung von GM beeinflussen kann?

 Klaus Franz:
Der größte Investor dieses künftigen Opel-Unternehmens ist die Belegschaft. Die will und würde bis 2014 rund 1,5 Milliarden Euro einbringen. Es liegt in unserer Hand, ob wir das tun. Für ein zukunftsfähiges Konzept werden wir diesen Beitrag leisten, auch wenn er schmerzhaft für die Mitarbeiter ist. Nur Geld aufzutreiben, das dann bei GM verbrannt wird, wie in der Vergangenheit, das wird es mit uns nicht geben. Wir haben gestern den ersten Schritt getan. Wir haben das Urlaubsgeld, das wir verschoben hatten, fällig gestellt, um ein klares Zeichen an GM zu setzen, dass wir diesen Kurs nicht mitfahren.

Klartext: Wenn GM Opel nicht an Magna verkauft, gibt es keinen Arbeitnehmerbeitrag?

Klaus Franz:
Völlig richtig.

Und wenn nun ein neuer Investor auftaucht, der in GM investiert, und der US-Konzern auf diese Weise Opel an sich bindet?

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Unsere Geduld ist am Ende !!!
Wenn es in den nächsten Tagen keine positive Entscheidung gibt, werden wir uns wehren!

 | 2009-08-24

Betriebsrat stellt Urlaubsgeld fällig

Wahlalternative

Die am Wochenende erwartete Entscheidung von
von General Motors für einenInvestor ist nicht erfolgt.
Es gibt Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Verwaltungsrat und dem Management. Es sieht so aus, als ob dem Verwaltungsrat inzwischen klar geworden ist, welchen Wert Opel für GM darstellt.

Deshalb gibt es Überlegungen, Opel wieder zurück zu holen und nicht in die bereits vereinbarte Minderheitsbeteiligung zu gehen.
Über das Wochenende gab es zahlreiche Gespräche auf verschiedenen Ebenen; eingeschaltet waren Bundes- und US-Regierung, General Motors sowie die Arbeitnehmervertretung. Es konnte jedoch keine Einigung erzielt werden.

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Betriebsräte und IG Metall werden ohne eine Beteiligung am Entscheidungsprozess keine Beiträge in das Unternehmen "NewOpel" einbringen - unabhängig davon für welchen Investor GM sich entscheidet

 | 2009-07-28

Erklärung des Konzern- und Gesamtbetriebsrats

Wahlalternative
Anlässlich der heutigen Sondersitzung des Konzern- und Gesamtbetriebsrats von Opel stellt dieser gemeinsam mit der IG Metall fest:

Das Unternehmen und die Marke Opel verfügen über eine hoch motivierte Belegschaft an allen Standorten und in allen Bereichen - sowohl in Deutschland als auch an allen anderen europäischen Standorten. Die aktuellen und geplanten Modelle sind wettbewerbsfähig und bieten eine sehr gute Ausgangsbasis für ein erfolgreiches, neues Opel-Unternehmen. Wenn Opel wieder als weltweite Marke etabliert wird, können verloren gegangene Wachstumspotentiale in anderen Regionen aktiviert werden.

Die Beschäftigten sind bereit, ihren Beitrag zur Rettung von Opel zu leisten. Eine Investition der Beschäftigten ist aber an klare Voraussetzungen und Forderungen geknüpft und verlangt vom zukünftigen Investor erhebliche Anstrengungen auf der Einnahmenseite (Umsatz). Es wird nicht akzeptiert, dass die erheblichen Potentiale von Opel nicht genutzt, gleichzeitig aber Lohn- und Gehaltskürzungen bei den Beschäftigten gefordert werden.

Die Haltung für oder gegen einen Investor durch den Opel-Konzernbetriebsrat und die IG Metall ist davon abhängig wie der zukünftige Investor und GM die Forderungen der Arbeitnehmerseite erfüllen. Bisher ist festzustellen, dass zwar von jedem Investor und von GM erhebliche Forderungen an die Beschäftigten und Arbeitnehmervertretungen gestellt werden, sie aber nicht in den Entscheidungsprozess aktiv eingebunden sind. Den Arbeitnehmervertretungen wurden bisher noch nicht einmal offiziell die Konzepte der Investoren vorgelegt.

Es ist im Vorfeld der Entscheidung über den zukünftigen Investor nicht zu akzeptieren, dass die Beschäftigten, die zwischen 1,25 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro in den Jahren 2010 bis 2014 in das neue Unternehmen einbringen sollen, vom Entscheidungsprozess ausgeschlossen sind. Kein Investor plant bisher soviel in das neue Unternehmen einzubringen. Die Arbeitnehmervertretungen und die IG Metall werden daher ohne eine Beteiligung am Entscheidungsprozess keine Beiträge in das Unternehmen einbringen - unabhängig davon für welchen Investor GM sich entscheidet.

Nach Auffassung des Konzern- und Gesamtbetriebsrats von Opel und der IG Metall erfüllen die Investorenkonzepte die Forderungen der Arbeitnehmervertretungen bisher in unterschiedlicher Weise. Das Magna-Konzept ist vom Unternehmenskonzept näher an den Vorstellungen der Arbeitnehmervertretungen, während das RHJI-Konzept deutlich von den Arbeitnehmervorstellungen abweicht. Nachbesserungs- und Verhandlungsbedarf sehen die Arbeitnehmervertretungen bei beiden vorliegenden Konzepten.

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13/07/2009
Investoren Rallye bei Opel ?

 | 2009-07-19

In der Gerüchteküche brodelt es weiter: Angeblich hat der chinesische Autobauer BAIC ein attraktives Angebot abgegeben. Auch Fiat „bekundet“ weiter sein Interesse. Nun tritt RHJ (Ripplewood) wieder auf den Plan - ein Finanzinvestor, der Opel so schnell wie möglich wieder an GM verkaufen wird und im Interesse von GM handelt.

Wahlalternative
Was würde eine Entscheidung für RHJ bedeuten?

Mit einer Entscheidung für RHJ könnte GM das Ziel realisieren, alles beim Alten lassen. Zunächst könnte man sich über die Kredite, für die die Steuerzahler bürgen, etwas Zeit erkaufen, aber mit diesem „Weiter so“ wird das Unternehmen endgültig scheitern. Denn GM will der neuen Opel/Vauxhall keine Möglichkeit geben, eigenständig und von GTO unabhängig, Entwicklung zu betreiben. Wohin diese Abhängigkeit führt, zeigt sich deutlich bei Powertrain: in diesem Bereich haben wir massive Wettbewerbsnachteile.

Dass sich nichts ändern soll, zeigen auch die personellen Entscheidungen bei New GM: man will mit dem gleichen Management, das für den Niedergang von GM verantwortlich ist, weitermachen.

Warum favorisiert der Betriebsrat Magna trotz der geforderten Einschnitte?

Magna hat ein langfristiges industrielles Konzept mit einer Detailplanung für die neue Opel/Vauxhall und plant keinen Rückverkauf an GM.

Magna führt Sondierungsgespräche mit den Arbeitnehmervertretungen und stellt die geforderten Einschnitte bei der Belegschaft (z.B. Betriebsrente, Entgelt, ERA-Eingruppierung, Arbeitszeit) vor. Über die konkreten Pläne der anderen Bieter in Bezug auf deren Forderungen an die Beschäftigten wissen wir außer Personalabbauzahlen so gut wie nichts. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Einschnitte bei anderen Bietern ähnlich gravierend ausfallen würden.

Stellen wir uns quer, lehnen wir Magna ab und kein anderer Bieter einigt sich mit GM, dann stehen wir in ein paar Monaten wieder vor der Insolvenz.

Natürlich sind wir mit den vorgelegten Forderungen nicht einverstanden – bisher wurde auch an keiner Stelle etwas zugestimmt. Dies ist in der Sitzung des europäischen Betriebsrats letzte Woche sehr deutlich kommuniziert worden, aber wir haben jetzt die Gelegenheit, unsere eigenen Vorstellungen einzubringen und Alternativen zu entwickeln. Echter Verhandlungspartner kann Magna erst sein, wenn der Vertrag mit GM unterschrieben ist.

Wir meinen, dass die Einsparungen sich nicht nur auf die Entgeltbestandteile der Beschäftigten beziehen dürfen. Im letzten Herbst sind in den „Task Forces“ über ganz Europa viele gute Vorschläge zur Reduzierung der Strukturkosten gesammelt worden, die nicht in die Entgelte eingreifen. Diese Vorschläge sind von unserer Beratungsfirma Management Engineers bewertet worden und ergeben ein Einsparpotenzial von mehr als 5 Mrd. €!!

Auszahlung des Urlaubsgelds und nächste Stufe
der Tariferhöhung bis auf Weiteres ausgesetzt

 | 2009-06-17

Flugblatt der IG Metall im Betriebsrat

Wahlalternative

Dokument Urlaubsgeld

Hier kann unser aktuelles Flugblatt eingesehen werden.

Nein zu „Investor um jeden Preis“

 | 2009-04-26

Eine Übernahme von Opel/Vauxhall durch Fiat hätte fatale Folgen für die Beschäftigten

Wahlalternative
Eine Übernahme von Opel/Vauxhall durch Fiat hätte fatale Folgen für die
Beschäftigten.
Ein dramatischer Abbau von Arbeitsplätzen und Werkschließungen
sind zu befürchten.
Deshalb stößt der Plan auf vehemente Ablehnung bei den
Arbeitnehmervertretungen auf allen Ebenen.
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1. Europäischer Aktionstag - 28.02.2009

 | 2009-02-28
Wahlalternative
Unser europäischer Aktionstag war ein super Erfolg!
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Opel / Vauxhall und Saab
Aufruf zum Europäischen Aktionstag

 | 2009-02-24

Donnerstag, 26. Februar 2009 11 Uhr am Adam-Opel-Haus

Wahlalternative

Die europäischen Belegschaften von Opel/Vauxhall und Saab

brauchen eine tragfähige und sichere Zukunft für ihre Unternehmen in Europa

Ohne Werksschließungen!

Ohne Entlassungen! 

Mit umweltfreundlichen, dynamischen und innovativen Autos

Mit Beteiligung der europäischen Staaten, Händler,

Beschäftigten und …

Dafür fordern wir:

· Bürgschaften / staatliche Anteile europäischer

Regierungen

· Öffnung für neue Partner, Investoren und Gesellschafter

· Einführung neuer Unternehmensformen und

Managementstrukturen

Nur durch gemeinsames europäisches Handeln von allen

Beteiligten kann diese Krise gelöst werden.

 

 

Arbeitnehmervertreter und Management von General Motors Europa kurz vor Einigung über Produktionsanpassungen

 | 2009-01-12

Einheitliche Mindeststandards bei Arbeitszeitreduzierungen

Wahlalternative

Pressemitteilung

Der europäische Betriebsrat von General Motors Europa steht kurz vor einer Einigung mit dem Management über Produktionsanpassungen im zurückgehenden Automobilmarkt.
Der andauernde, dramatische Einbruch im Automobilmarkt zwingt die Hersteller zu ungewöhnlichen Maßnahmen, um Absatzrückgänge in der Produktion auszugleichen.
Der europäische Betriebsrat von General Motors Europa hat nun mit dem Management einen Rahmenvertrag ausgehandelt, der einheitliche
Mindeststandards für Arbeitszeitreduzierungen für alle Standorte in Europa vorsieht.
Die Regelungen erlauben dem Unternehmen flexibel auf Volumensschwankungen zu reagieren und mildern finanzielle Nachteile für die betroffenen Arbeitnehmer und General Motors.


Arbeitnehmervertreter und Management von General Motors Europa kurz vorEinigung über Produktionsanpassungen

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Keine Suppenküche für Werksangehörige

 | 2009-01-12

Klaus Franz im Gespräch mit dem Darmstädter Echo, 9.01.09

Wahlalternative

ECHO: Spätestens jetzt, nach der Teilverstaatlichung der Commerzbank, sollte es eigentlich keine öffentlichen Diskussionen über die nötigen Bürgschaften geben. Sehen Sie das auch so, Herr Franz?

Klaus Franz: Vor allem kommt jetzt mehr Klarheit rein, was eigentlich der Unterschied ist zwischen Bürgschaft und direkter staatlicher Subvention.

ECHO: Deshalb sollte dieses staatliche Garantieversprechen für Opel, ohne dass von dort ja ein Euro fließt, eigentlich glatt gehen?

Franz: Ich gehe davon aus. Das Problem ist ja, dass wir kein eigenes Bankkonto haben seit 80 Jahren (1929 wurde Opel von GM gekauft, die Red.), weil wir bislang finanziell immer im Verbund mit GM waren. Aber wenn die Mutter klamm ist, muss die Tochter sich eben selbst versorgen.

ECHO: Heißt: Sie haben derzeit kein Kredit-Rating, kommen also nicht an Bankkredite heran?

Franz: Richtig. Ich weiß von anderen großen Autokonzernen, die sich derzeit viel Geld von Banken holen, um ihr Investitionsprogramm in der Krise fortzusetzen. Da hat kein Hahn danach gekräht. Diese Möglichkeit hätten wir dann auch.

ECHO: Aber es gibt offenbar zum Teil eine Kreditklemme, weil die Banken lieber auf ihren Geldsäcken sitzen, als etwas auszuleihen, womöglich noch langfristig?

Franz: Opel ist liquide, Opel ist zahlungsfähig ...

 

ECHO: Wie lange?

Franz: Weit ins Jahr 2009 hinein. Wir brauchen das Geld für Investitionen in den neuen Astra – mehrere hundert Millionen – in CO2-sparende Motorentechnologie und Investitionen in den Fabriken. Wir benötigen das Geld nicht fürs laufende Geschäft oder um die Zulieferer zu bezahlen. Wir wollen Produktverschiebungen unbedingt verhindern. Wir haben bei Frau Merkel ein hohes Maß an Sympathie für Marke und Mitarbeiter erlebt.

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Endlich..... !
Geschäftsführung lenkt ein!

 | 2009-01-08

Die tarifliche Einmalzahlung wird doch bezahlt !

Wahlalternative

510 Euro werden gezahlt

An allen Opel-Standorten haben viele Beschäftigte im vergangenen Jahr persönlich ihren Anspruch auf die tarifliche Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro geltend gemacht.
Dieser massive Protest hat die
Geschäftsleitung nun zum Einlenken bewogen.
Der Konzernbetriebsrat und die Geschäftsleitung haben aktuell vereinbart,
dass die Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro
auf der Grundlage des IG Metall Tarifvertrags mit der Januarabrechnung ausgezahlt wird.

Das muss natürlich auch für die Einmalzahlung an unsereAzubis gelten.

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